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Meinen außerordentlichen Dank an Lidia Antonini und den HR für die Übersetzung und die Bereitstellung der Texte. wm

Songtext | Long Road Out of Eden

Mondlicht zwischen den Palmen, Schatten huschen über den Sand.
Jemand flüstert den 23. Psalm, ein zugestaubtes Gewehr in den zitternden Händen.
Jemand versucht schlicht, am Leben zu bleiben.
Er hat Versprechen zu halten, die er in Amerika gegeben hat, jenseits des Ozeans, weit weg und in tiefem Schlummer.

Die Sterne schimmern stumm in der Schwärze des endlosen Himmels.
Kaltsilbrige Satelliten, geisterhafte Karawanen, die vorüberziehen,
während sich Milchstraßen auffalten, neue Welten geboren werden
und Pilger und Wunderkinder ins Morgengrauen kriechen.
Aber es ist eine lange Straße, zum Paradies hinaus.

Musik plärrt aus einem Familien-Van.
Es ist ein heller, sonniger Tag, an dem man die Autobahn runterdüst
in den guten alten U.S. A. zum Mittagessen im Erdöl-Club,
wo man dicke Zigarren qualmt und Lügen austauscht.
„Gib mir ma‘ noch ne Scheibe von dem gegrillten Bruststück!“
„Gib ma‘ noch’n Stück von der Pekan-Nusstorte!“

Die Autobahnen flimmern, die Handies klimpern ihr Lied.
Wir fahren nach Utopia und laut Karte sind wir bald da.
Die Herren der Alten Ordnung halten krampfhaft an den Zügeln fest
und versichern, unsere innere Qualen seien bloß Wachstumsschmerzen,
aber es ist eine lange Straße, zum Paradies hinaus.

Daheim war ich mir noch so sicher. Der Weg lag so klar vor mir.
Aber jetzt frag‘ ich mich doch, was machen wir hier?
Ich vertraue nicht mehr auf ein „morgen“.
Und gut und böse kann ich nicht unterscheiden.
Aber was würde ich dafür geben, heute nacht in deinen Armen zu liegen.

Wir schlängeln uns den Amerikanischen Highway hinunter.
Durch den Abfall am Straßenrand, die Wracks und den Kulturmüll
aufgebläht von Ansprüchen, vollgestopft mit Propaganda
fahren wir, schwammigen Blicks und besoffen.
Wir war’n schon auf der Straße nach Damascus und auf dem Weg nach Mandalay, haben den Geist von Caesar getroffen, unten auf der Via Appia...
Er sagte, „Ist schon schwer, mit der Völlerei aufzuhören, wenn man erst mal auf den Geschmack gekommen ist.“
„Aber der Weg zum Großreich ist eine verdammte Verschwendung.“

Sieh‘, den angebissenen Apfel – die Macht der Werkzeuge.
Aber alles Wissen der Welt nützt den Narren nichts
auf dem langen Weg zum Paradies hinaus.

Songtext | Frail Grasp On The Big Picture

Was für eine Schande, unsere kurze Gedächtnisspanne.
Die Lektionen der Geschichte wollen uns scheinbar schlicht nicht in den Kopf.
Ständig machen wir die selben Fehler – wieder und wieder und wieder und immer wieder, und dann wundern wir uns, wie es uns geht.
Die Jungs am Stammtisch, an der Bar, mischen Erdnüsse und Politik,
glauben, alles zu wissen und haben von Tuten und Blasen keine Ahnung.
Und selbst wenn einer von ihnen von vorne bis hinten die Zeitung läse,
das brächte ihn auch nicht weiter, wo der Journalismus doch längst tot und begraben ist.

Schwaches Gespür für die Zusammenhänge.
Das Licht schwindet, und der Nebel wird dicker.
Schwaches Gespür für die Zusammenhänge.
Finstere Zeiten.

Und du, mein liebestrunkener Freund.
Der ganze Rotwein im Kerzenlicht, seelenvolle Gespräche bis zum Morgengrauen.
Wie oft kannst du ihnen deine Geschichte noch auftischen?
Wie viele Alkoholkater hältst du noch aus, nur um ein bisschen rumknutschen zu können?
Du lebst in einem Hormonrausch.
Du hast nicht die geringste Ahnung, was lebenslange Liebe bedeutet.
All deine romantischen Verwicklungen blenden die ewigen Fragen aus, Sachen wie: „Wer hat die verdammte Zahnpasta nicht zugemacht?“ „Wer ist dran mit Müll rausbringen?“

Schwaches Gespür für die Zusammenhänge.
Wenn du daran weiterknibbelst, kriegst du eine Blase.
Schwaches Gespür für die Zusammenhänge.
Ich hab’ das alles schon gesehen.

Und so beten wir zu Gott, von dem wir wissen, dass er Amerikaner ist.
Der in der Höhe des Himmels herrscht und zu uns durch seine Propheten spricht.
Und er hütet seine Herde.
Wir frohlocken und wir preisen seinen Namen.
Er führt uns im Kriege, er sitzt unseren Football-Spielen vor.
Und die Gerechten werden siegen; all unsere Mühsal wird gelindert werden.
Wir ehren den Glauben über alles, es sei denn, Geld oder Sex sind im Spiel.

Schwaches Gespür für die Zusammenhänge.
Niemand pfeift sie zurück, wenn sie den Spieler foulen.
Da herrscht ein schwaches Gespür für die Zusammenhänge.
Himmel hilf!
Schwaches Gespür für die Zusammenhänge.
Alle warten auf das Zauberelixir.
Schwaches Gespür für die Zusammenhänge.
Ich wundere mich überhaupt nicht mehr.
Schwaches Gespür für die Zusammenhänge.
Jetzt hast du sie schon hergeschleppt, jetzt küss‘ sie halt auch.
Hier herrscht ein schwaches Gespür für die Zusammenhänge.

Songtext | Business As Usual

Schau dir das Wetter an.
Schau dir die Nachrichten an.
Schau dir die Leute an, die alles wegleugnen.
Wir verbrennen unsere Zeit, verschütten unsere Gnade.
Und verrichten unsere Gebete noch immer vor dem Markt, während der gesunde Menschenverstand aus der Mode kommt.
Ich dachte, mittlerweile würde ich drüberstehen, in meinem schattigen Gärtchen auf dem Land.

Stattdessen ist es das übliche Geschäft.
Tag um Tag.
Das übliche Geschäft.
Das ganze Geplacke.
Du versuchst, aufrecht zu gehen.
Du versuchst, Gutes zu tun.
Aber das übliche Geschäft – verwandel‘ dein Herz in Holz.

Denkmäler der Arroganz greifen nach dem Himmel.
Unsere guten Seiten liegen unter den Trümmern.
Wir haben das hübscheste Weiße Haus, das man mit Geld kaufen kann, wie es da in seiner Blase zwischen den Umgehungsstraßen hockt.
Und wenn „el jefe“ von unserer Freiheit spricht, heißt das in Wirklichkeit: die üblichen Geschäfte.

Wie schmutzig wir spielen.
Das übliche Geschäft.
Komm bloß nicht in die Quere.
Das übliche Geschäft.
Kommst dir hilflos vor.
Kommst dir wie ein Clown vor.
Das übliche Geschäft... faltet mich zusammen.

Junge, in Century City* kannst du nicht surfen gehen
Da lauern die Haie unter den Wellenkronen.
Sie nehmen dich aus und kauen dich weich, kein schöner Anblick, ey.
Und es ist eine seelenraubende, seelenraubende, seelenraubende, seelenraubende Welt.
Das übliche Geschäft – Tag um Tag.
Das übliche Geschäft – man möcht‘ alles hinschmeissen.
Ein Haufen Affen, eine renommierte Band.
Aber das übliche Geschäft... faltet mich zusammen.

* Century City – der Teil von LA, wo sich die großen Film- und Fernsehstudios befinden.

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