Zur Einleitung

Der amerikanische Schallplattenindustrieverband RIAA zertifiziert gemäß der Zertifizierungskriterien nur die Tonträger, für die er von den Labels beauftragt, autorisiert und gemäss der Vertragsbedingungen bezahlt wird. Auch die öffentliche Information über die jeweiligen Zertifizierungen bedarf der Autorisierung.
Schon deswegen ist die RIAA keine echte Informationsquelle hinsichtlich umfassender Tonträgerverkaufszahlen.
Der amerikanische Schallplattenindustrieverband veröffentlicht weder die Verkaufszahlen nicht-zertifizierter Tonträger noch die kompletten Verkaufszahlen der für die Zertifizierung gemeldeten Tonträger, was von der RIAA auch bestätigt wird.
Die RIAA rundet für die Zertifizierung veröffentlichte Mindestverkauszahlen auch nicht selbstständig auf oder ab.
Die RIAA betreibt keinerlei eigenständige Erfassung von Verkaufszahlen wie z. B. Nielsen Soundscan.

Hinweise zu Zertifizierungskriterien der RIAA / Mindestanzahl verkaufter Tonträger für Gold und Platin in den Vereinigten Staaten

Alben


Alben


Singles


Singles


Zertifizierungskriterium Gold


Zertifizierungskriterium Platin


Zertifizierungskriterium Gold


Zertifizierungskriterium Platin


Mindestanforderung verkaufte Einheiten in den USA


Mindestanforderung verkaufte Einheiten in den USA


Mindestanforderung verkaufte Einheiten in den USA


Mindestanforderung verkaufte Einheiten in den USA


500.000


1000.000


500.000


1000.000


Unterschied zwischen Zertifizierungen und Gesamtverkaufszahlen

Die Diskrepanz zwischen veröffentlichten Zertifizierungen der RIAA in den USA und den tatsächlichen Gesamtverkaufszahlen von Tonträgern lässt sich anhand eines einfachen Beispiels erläutern:
Ein Album irgendeines Künstlers wird in den USA beispielsweise in einer Stückzahl von 1, 8 Millionen Einheiten verkauft.
Wird in diesem Falle die RIAA mit der Zertifizierung beauftragt, erhält dieses Album eine offizielle Platinzertifizierung für 1 Million in den USA verkaufte Einheiten.
Im Verzeichnis der RIAA wird dann die Information veröffentlicht, dass dieses Album eine Million Einheiten verkauft hat, ungeachtet der tatsächlichen Gesamtverkaufszahlen nahe der 2 Millionen-Marke.

Das prominenteste Beispiel

Hier ein eindrucksvolles Beispiel, welches die ungeheure Diskrepanz zwischen dem RIAA-Verzeichnis und realen Verkaufszahlen verdeutlicht:
Elvis Presley steht in der RIAA-Zertifizierungsliste mit 118 Zertifizierungen in den USA.
Der King hat in den vereinigten Staaten aber nicht nur 118 Millionen Tonträger verkauft, sondern 500 Millionen Tonträger und weltweit sogar 1,8 Milliarden.
Er ist der erfolgreichste Solokünstler aller Zeiten in den USA und weltweit (und nicht Michael Jackson).

Kompetent bestätigt

Tommy Mottola, Präsident von Sony, sagte aus, das die Verkaufszahlen in den USA etwa ein Viertel der globalen Verkaufszahlen ausmachen und das viele Plattenfirmen die für Zertifizierungen notwendigen Angaben auch aus steuerlichen Gründen in vielen Fällen nicht mehr veröffentlichen.
Plattenfirmen sind generell nicht verpflichtet, Verträge mit der RIAA einzugehen und Zertifizierungsdaten oder Verkaufszahlen dort zu veröffentlichen.

Im Falle von Linda Ronstadt

Die Diskrepanz zwischen den im RIAA-Verzeichnis veröffentlichten Linda Ronstadt-Tonträgern und den tatsächlichen Gesamtverkaufszahlen können Sie der neuen Faktenseite entnehmen.

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